Fortbildungskonzept

Zielsetzung und Leitgedanke
Fortbildungsplanung ist ein zentrales Element der Schulentwicklung. Sie dient der Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität von Unterricht und Schule sowie der fachlichen, pädagogischen und persönlichen Weiterqualifizierung aller Lehrkräfte. Fortbildung fördert die Entstehung einer professionellen Lerngemeinschaft und unterstützt die Umsetzung des Schulprogramms und Leitbilds.
Dabei gilt:
- Fortbildung ist systemisch, kontinuierlich, zielorientiert und transparenter Bestandteil der Schulentwicklung.
- Sie dient sowohl individuellen Lernbedürfnissen der Lehrkräfte als auch kollektiven Schulentwicklungszielen.
- Grundlage sind die gesetzlichen Vorgaben (§§ 57, 59 SchulG NRW; BASS 20-22 Nr. 8; Budgetierungserlass).

Grundprinzipien der Fortbildungsplanung
1. Verknüpfung mit dem Schulprogramm: Fortbildung orientiert sich an den Schwerpunkten des Schulprogramms und des Leitbilds.
2. Systemische Prozesslogik: Die Planung folgt einem wiederkehrenden Zyklus aus Analyse, Zielsetzung, Durchführung und Evaluation.
3. Partizipation: Alle Lehrkräfte, Fachkonferenzen, Steuergruppe und Schulleitung wirken an der Planung mit.
4. Multiplikation und Nachhaltigkeit: Ergebnisse von Fortbildungen werden ins Kollegium rückgeführt (Multiplikatorenprinzip).
5. Digitalität und Innovation: Neben Präsenzformaten werden Online-Fortbildungen, asynchrone Lernformate (z. B. fobizz) und Mini-Fortbildungen (barcamp-Idee) genutzt.

Schwerpunkte der Lehrerfortbildung allgemein
Fortbildung unterstützt insbesondere die folgenden Entwicklungsfelder:
- Unterrichts- und Schulentwicklung (Qualitätssicherung, Standardsicherung, neue Lernformen, Feedbackkultur)
- Digitale Bildung / KI-Kompetenz / Medienbildung
- Gemeinsames Lernen und individuelle Förderung
- Sprachsensibler Unterricht
- Pädagogische Konzepte (z. B. Neue Systemische Autorität)
- Beratungskompetenz und Erziehungsarbeit
- Gesundheitsförderung und Resilienz im Lehrberuf
- Persönlichkeitsentwicklung und Teamarbeit

Zuständigkeiten
Bei der Schulleitung liegt die Gesamtverantwortung, sie genehmigt diese und bindet Fortbildung strategisch in Schulentwicklungsprozesse ein.
Die Didaktische Leitung / Fortbildungsbeauftragte plant, organisiert und koordiniert Fortbildungen. Sie kommuniziert mit Kompetenzteam und Moderatoren und evaluiert Fortbildungen und deren Planungen.
Die Steuergruppe berät und gibt Impulse zur Schulentwicklung und zur Abstimmung mit Schulprogrammzielen.
Die Lehrkräftekonferenz und auch die Fachkonferenzen: Sie beschließen Fortbildungsbedarfe, bewerten Ergebnisse und entscheiden über Schwerpunktsetzungen.

Verfahrensschritte der Fortbildungsplanung
1. Ermittlung des Fortbildungsbedarfs: jährlich zu Beginn des Schuljahres (bis zur 5. Unterrichtswoche), über Fachkonferenzen, Teams, Steuergruppe, individuelle Rückmeldungen.
2. Priorisierung und Planung: Erstellung eines einjährigen Fortbildungsplans (mit Ausblick auf 3 Jahre).
3. Genehmigung und Finanzierung: Genehmigung durch die Schulleitung; Finanzierung über das Fortbildungsbudget.
4. Durchführung: schulintern (SCHILF), schulextern (SCHELF), online-gestützt (fobizz, Videokonferenzen).
5. Evaluation: Jede Fortbildung wird evaluiert und es werden regelmäßige Gesamtevaluation des Konzepts durchgeführt.
6. Dokumentation und Kommunikation: Veröffentlichung des Fortbildungsplans (digital), Information des Kollegiums über Emails und die Task Card, auf der aktuelle Fortbildungen veröffentlicht werden.

Verwendung des Fortbildungsbudgets
Das Budget unterliegt dem Jährlichkeitsprinzip.
Es werden vorrangig schulinterne Fortbildungen finanziert, externe Fortbildungen können bei direktem Bezug zu Schulzielen gefördert werden. Wichtig ist hierbei auch eine zwingende Multiplikation der Fortbildungsinhalte ins Kollegium (Bericht in LKs, FKs und vor allem durch das Angebot eine Mini-Workshops.

Evaluation des Gesamtkonzepts
Zur Sicherung der Qualität der Fortbildungsplanung werden regelmäßig folgende Fragen überprüft:
- Welche Themen dominierten in den letzten Jahren, und waren sie schulrelevant?
- Wie wirksam war die Teilnahmeorganisation?
- Welche Auswirkungen hatten Fortbildungen auf Unterricht und Schulentwicklung?
- Welche Strukturen und Verfahren haben sich bewährt bzw. müssen angepasst werden?
Die Ergebnisse fließen in die Weiterentwicklung des Konzepts ein (agiler Prozess).

Instrumente (Beispiele)
- Fragebogen zur Bedarfsermittlung
- Rückmeldebogen / Evaluation
- Digitaler Fortbildungsplan (Übersicht aller Maßnahmen)
- Barcamp- und Mini-Fortbildungsformate zur kollegialen Wissensweitergabe