Diagnose

Um der Heterogenität unserer Schüler*innen gerecht zu werden und gezielt auf Stärken und Schwächen eingehen zu können, ist eine fundierte Diagnose unumgänglich. Hierbei bilden die Beobachtungen und Dokumentationen durch die Klassen- und Fachlehrer*innen, die Lernstände und -entwicklungen der Schüler*innen täglich im Unterricht beobachten, die Basis dieser Diagnostik.

Zu Beginn der Klasse 5 werden zudem alle Schüler*innen in den Fächern Deutsch und Mathematik mit Hilfe standardisierter Testverfahren getestet. Im Deutschunterricht wird der DRT5 zur Diagnose eingesetzt. Zukünftig soll ebenfalls der Stolperwörter-Lesetest eingesetzt werden, der Lesefluss, Lesegeschwindigkeit und Lesegenauigkeit überprüft. In Mathematik wenden die Lehrer*innen einen Test an, der die Basiskompetenzen überprüft. Die Tests werden von den Fachlehrer*innen ausgewertet und analysiert. Daraus ergibt sich bei einzelnen Kindern die Notwendigkeit einer weiterführenden Diagnostik. In diesem Fall werden die Sonderpädagog*innen hinzugezogen, um durch spezielle Testungen bessere und fundiertere Einschätzungen der Kinder zu bekommen.

Im Fach Englisch hat sich bisher noch kein Testverfahren als sinnvoll und praktikabel erwiesen. Hier geben gezielte Übungen und Aufgaben aus dem Unterricht Aufschluss darüber, ob ein Kind besondere Förderung oder Hilfen benötigt. Getestet werden soll zukünftig am Ende der 6 ein Testverfahren von Cornelsen.

Nach den Herbstferien startet der Förderunterricht in Klasse 5. Um jedes Kind individuell im Lernprozess unterstützen zu können, werden die Ergebnisse der Diagnosetests und der Unterrichtsbeobachtungen für die Einteilung der Fördergruppen zugrunde gelegt. Die Förderkurse werden in Deutsch, Mathe und Englisch angeboten. Außerdem gibt es einen Kurs für Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) und einen Kurs für die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. In den Förderkursen werden die Themen des Unterrichts aufgegriffen und vertieft, sowie Grundlagen wiederholt.

Sollten sich im Laufe eines Quartals Leistungen verändern, haben die Schüler*innen die Möglichkeit den Kurs zu wechseln. So wird gewährleistet, dass Rückstände schnell wieder aufgeholt werden können.

Die Tatsache, dass alle Arbeiten parallel geschrieben werden, bietet eine weitere Möglichkeit der Diagnose. Die Bewertungsbögen sind kompetenzorientiert und geben den Kolleg*innen einen guten Überblick über Stärken und Schwächen der Schüler*innen. So kann individuell auf jedes Kind eingegangen werden.

Zur Information aller am Lernprozess beteiligten hat sich der Austausch bei den Teamkonferenzen, an denen die meisten der im Jahrgang unterrichtenden Kolleg*innen teilnehmen, als besonders wertvoll erwiesen, da hier gezielt Beobachtungen aus dem Unterricht ausgetauscht, besprochen und analysiert, sowie Maßnahmen besprochen werden können.

Zudem bieten die Ergebnisse von VERA 8 und die Zentralen Abschlussprüfungen in der 10 eine gute Basis, den Unterricht zu überprüfen. Hierzu setzen sich die Fachschaften jedes Jahr zusammen und passen Unterrichtsvorhaben und Kompetenzen an.

Schüler*innen, die sich in der Erstförderung für Deutsch als Zweitsprache befinden, können mit den oben genannten Diagnoseverfahren noch nicht erfolgreich getestet werden. Die Kinder durchlaufen im Rahmen des DaZ-Unterrichts regelmäßig Diagnosetest, um ihre Entwicklung festzuhalten und die Förderung individuell anpassen zu können. Es finden regelmäßig Tests in der DaZ-Förderung zum Sprachstand statt.